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Debian: Netzwerk einrichten

Solltest Du Dich für Linux Debian als Distribution für Deinen KVM V-Server entscheiden, kann die Netzwerkverbindung in wenigen Schritten, über eine Verbindung zu dem bereitgestellten VNC Server, eingerichtet werden.

Dieses Guide geht davon aus, dass bereits eine lauffähige Debian Installation auf dem KVM V-Server vorhanden ist. Sollte der Server noch nicht installiert worden sein, so schließe diesen Schritt bitte zuerst ab. Die Installation kann einfach durchlaufen werden ohne Netzwerkkonfiguration. Sämtliche Konfigurationsschritte, die mit dem Netzwerk zu tun haben, können daher einfach übersprungen werden. Sofern Fragen zur Installation bestehen, wende Dich bitte an unseren Support.

1. Anpassung der Interfaces

Zuerst solltest Du den Interface Namen von den Dir zur Verfügung stehenden IP-Adressen herausfinden. Rufe dazu bitte folgendes Kommando auf der Kommandozeile auf:

ip a

Die Ausgabe kann wie folgt aussehen (bitte denke daran, dass in der folgenden Ausgabe der Server über zwei IP-Adressen verfügt und diese bereits konfiguriert worden sind. Bei Dir kann die Ausgabe kürzer und mit weniger Details aussehen):

1: lo: <LOOPBACK,UP,LOWER_UP> mtu 65536 qdisc noqueue state UNKNOWN group default qlen 1
    link/loopback 00:00:00:00:00:00 brd 00:00:00:00:00:00
    inet 127.0.0.1/8 scope host lo
       valid_lft forever preferred_lft forever
    inet6 ::1/128 scope host 
       valid_lft forever preferred_lft forever
2: [INTERFACE_NAME]: <BROADCAST,MULTICAST,UP,LOWER_UP> mtu 1500 qdisc pfifo_fast state UP group default qlen 1000
    link/ether [VIRTUAL_MAC_ADDRESS1] brd ff:ff:ff:ff:ff:ff
    inet [PRIMARY_IP_ADDRESS]/30 brd xxx.xxx.xxx.xxx scope global [INTERFACE_NAME]
       valid_lft forever preferred_lft forever
    inet6 [PRIMARY_IPV6_ADDRESS]/64 scope link 
       valid_lft forever preferred_lft forever
3: [INTERFACE_NAME_2]: <BROADCAST,MULTICAST,UP,LOWER_UP> mtu 1500 qdisc pfifo_fast state UP group default qlen 1000
    link/ether [VIRTUAL_MAC_ADDRESS2] brd ff:ff:ff:ff:ff:ff
    inet [ADDITIONAL_IP]/30 brd xxx.xxx.xxx.xxx scope global [INTERFACE_NAME_2]
       valid_lft forever preferred_lft forever
    inet6 [ADDITIONAL_IPV6]/64 scope link 
       valid_lft forever preferred_lft forever

In dem gezeigten Beispiel gibt es 3 Netzwerk Interfaces. Das Loopback Interface lo können wir ignorieren. Alle weiteren Interfaces müssen nun einzeln konfiguriert werden. Pro IP-Adresse wird ein Netzwerk Interface konfiguriert. Wenn Dein Server nur über eine IP-Adresse verfügt, musst Du auch nur ein Interface konfigurieren.

Du musst nun die vorhandenen Netzwerk Interfaces den dazugehörigen IP-Adressen zuordnen. Im Kundencenter findest Du eine Liste aller IP-Adressen, über die Dein Server verfügt. In dieser Liste findest Du zu jeder IP-Adresse auch eine zugeordnete MAC-Adresse. Wenn Du nun in die Ausgabe auf Deiner Konsole schaust und die MAC-Adressen der Interfaces mit der Liste der IP-Adressen vergleichst, dann weißt Du, welches Interface für welche IP-Adresse bestimmt ist.

Öffne bitte nun die Netzwerk Interface Datei mit einem Texteditor:

nano /etc/network/interfaces

Füge nun für jedes Netzwerk Interface folgenden Eintrag ans Ende der Datei ein (bitte die Platzhalter in den Klammern mit den Werten für das dazugehörige Netzwerk Interface ersetzen):

auto [INTERFACE_NAME]
iface [INTERFACE_NAME] inet static
  address [IP_ADDRESS]
  netmask [NETMASK]
  gateway [GATEWAY_IP]

Nachdem Du die Änderungen getätigt hast, kannst Du die Datei mit der Tastenkombination STRG + X speichern und schließen.

2. Nameserver hinzufügen

Da noch kein Nameserver konfiguriert wurde, um Hostnamen auflösen zu können, müssen wir zunächst mit dem Editor nano die Datei /etc/resolv.conf öffnen bzw. anlegen. Als Nameserver werden wir den Nameserver von Google verwenden, da dieser relativ schnell antwortet. Du kannst natürlich jeden Nameserver nehmen, den Du nehmen möchtest.

Bitte trage zunächst folgendes in die Datei ein:

nameserver 8.8.8.8

Danach wieder die Datei speichern und schließen.

3. Netzwerk starten

Wir sind fast fertig und das einzige was jetzt noch fehlt, ist das Interface zu starten. Tippe bitte erneut als root User folgendes auf der Kommandozeile ein:

ifup [INTERFACE_NAME]

(Wenn Dein Server über mehr als nur eine IP-Adresse verfügt, musst Du auch alle anderen Interface die Du in Schritt 3 konfiguriert hast starten)

Nun sollte Dein Server von außen erreichbar sein. Viel Spaß!

Solltest Du keine Netzwerkverbindung nach diesem Guide herstellen können, so kontaktiere bitte unseren Support und wir werden Dir unverzüglich helfen.